Ausstellung warnt vor Neofaschismus
Drucken

Aufklärung: Von Verfolgten des NS-Regimes erstellte Dokumentation ist nächste Woche im Erbacher Feuerwehrhaus zu sehen - Neueste Initiative des Bündnisses „Odenwald gegen Rechts“

ERBACH. Am 27. Januar 1945 - heute Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus - wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit und damit das unvorstellbare Ausmaß der Gräuel der Nazidiktatur offenkundig.

Dennoch werden in der Bundesrepublik heute noch (oder wieder) Menschen beschimpft, bedroht, zu Tode getreten, erstochen oder bei lebendigem Leibe verbrannt, weil sie als Fremde oder Andersdenkende gehasst werden - über 150 Todesopfer hat die neofaschistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert, schreibt das Bündnis „Odenwald gegen Rechts“ in einer Pressemitteilung zu seiner jüngsten Initiative.

Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr des Odenwaldkreises und der Feuerwehr Erbach hat das Bündnis die von der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ (VVN) erstellte Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ in die Odenwälder Kreisstadt geholt: Von Montag (24.) bis Freitag (28.) wird die Dokumentation im Schulungsraum des Erbacher Feuerwehrhauses an der Illigstraße 11 gezeigt. Die Ausstellung will über Ideologie und Praxis des Neofaschismus informieren und Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns benennen, auch um neuen Tendenzen in diese Richtung entgegenzuwirken. Zum Besuch der Ausstellung unter fachkundiger Betreuung - auf Wunsch auch mit Führung - bitten die Organisatoren um Anmeldung, Telefon 06061 969911 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Quelle: Echo Online vom 22.01.2011

Artikel der Kreisjugendfeuerwehr